APPROBIERTE LISTE
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, Beirat für historische Fahrzeuge

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  • Kommentar zum "Bekenntnis zum historischen Fahrzeug"

    Kommentar zum „Bekenntnis zum historischen Fahrzeug“
    In der Juli Ausgabe 2019 der Motor Veteranen Zeitung schreibt Mag. Heinz Clostermeyer, Präsident des AMV (www.austria-motor-veterans.at) ein Bekenntnis zum Erhalt historischer Fahrzeuge auf Österreichs Straßen. Die öffentliche Diskussion ist oft missgeleitet, rein emotional, politisch motiviert und fern jeglicher Sachinhalte.
    Er trifft in seinem Leitartikel den Nagel auf den Kopf, wenn er schreibt: „Der Feldzug zur Vernichtung des herkömmlichen Automobils scheint beschlossene Tatsache zu sein. Um selbst dem letzten Liebhaber des individuellen Verkehrs den Betrieb eines Fahrzeuges mit Verbrennungsmotor unbezahlbar und damit unmöglich zu machen, bastelt das Umweltbundesamt an einer gewaltigen Reihe von saftigen Strafzahlungen. Unter dem Deckmantel des Umweltschutzes, bzw. zur Senkung der C02-Emissionen in Österreich, die sicherlich notwendig und begrüßenswert ist, fallen dem Amt aber ausschließlich Erhöhungen bestehender Belastungen oder die Schaffung von neuen Abgaben in gewaltigen Höhen für die Verwendung von Automobilen ein.“
    Er zählt die augenfälligsten Punkte kommender Themen auf:
    „Erhöhung der Treibstoffpreise bis 2020: Diesel 8,5 Cent, 2027: 28,5 Cent, Benzin 20 Cent; Verdoppelung der motorbezogenen Versicherungssteuer, 2020 plus 50 %, bis 2027 plus 100%; Erhöhung der Normverbrauchsabgabe (NoVA): Aufhebung der 32% Deckelung, Absenkung des C02 Abzugswertes bis 2030 um 6 Gramm; Tempo 100 auf Autobahnen, Tempo 80 auf Freilandstraßen; City-Maut in allen Landeshauptstädten: pro Einfahrt € 2, bzw. € 4; Road Pricing auf allen Straßen: € 2,30 ab 2031: € 4 pro 100 Kilometer; Fahrverbote in den Hauptstädten: ab 2030 Fahrverbot für PKW der Euroklassen 0 bis 4 , ab 2050 Fahrverbot für alle PKW mit Verbrennungsmotor! Das amtliche Kilometergeld soll ab 2020 für Dienstfahrten mit dem Fahrrad auf 50 Cent pro Kilometer angehoben, das für Autos auf 25 Cent gesenkt werden. „Ökologisierung“ nennt man deren Abschaffung (gänzliche Streichung).“
    „Die Verfasser dieser Liste wissen“, so Mag. Clostermeyer, „und bestätigen auch, dass der Anteil der C02 Emissionen aller im Betrieb befindlichen Pkw in Österreich (Wert von 2017) nur 14,6 % ausmacht! Alle anderen Verursacher und das sind 85,4 % bleiben weit­ gehend ungeschoren. (Auf der ÖAMTC Homepage ist dankenswerter Weise unter www.oeamtc.at/mobilitaet2030 eine gesamte Übersicht abrufbar:) Man denke nur an den Flugverkehr, der die schädlichen Abgase sogar gerade noch dorthin bringt, wo die zerstörende Wirkung der C02 Emissionen am sensibelsten ist. Die Hauptverursacher der schädlichen Emissionen Industrie, Energie und Landwirtschaft werden sicher mit staatlich geförderten Elektrofahrzeugen vorfahren.
    Mag. Clostermeyer spart auch nicht an Kritik: „Wie schwach reagieren doch unsere Kfz-Vereinigungen, die gegen das Gemetzel an ihrer ureigensten Klientel kaum bis gar nicht reagieren. Selbst große Teile der Kfz-Industrie glauben sich eher durch fast kriminelle Machinationen helfen zu können, statt in seriöse Konfrontation gegen absolut ungerechte Fortsetzung und Ausreizung des Melkkuhkurses gegen ihre Produkte gemeinsam und weltweit in den Kampf zu ziehen.
    Die Interessenvertretung für Historische Fahrzeuge KHMÖ hat in Relation zu den großen wie ÖAMTC oder ARBÖ, eine vergleichsweise schwache Position, trotz der Initiativen und Erfolge der letzten Monate. Nur die gemeinsame Vorgehensweise kann Erfolg bringen. Mag. Clostermeyer sieht dies durchaus realistisch, wenn er meint, dass noch große Anstrengungen notwendig sein werden „um noch einen rudimentären Betrieb unserer Fahrzeuge in solch einer Zukunft zu ermöglichen.“
    Und wie reagieren die politischen Parteien, die letzten Endes den Rahmen dessen bestimmen, in dem wir leben, auf unsere Wünsche? Uns fehlt das Bekenntnis zu unserem technischen Kulturerbe.
    „Das historische Kraftfahrzeugwesen, ausschließlich ohne jegliche Unterstützung privat finanziert, ist um nichts weniger wert als andere kulturelle Fixpunkte unserer Gesellschaft. Die historischen Fahrzeuge waren und sind über ihre Eigner enorme Steuerzahler und gigantische Wirtschaftsträger Alleine der notwendige, jahrzehntelange Aufwand zur Überlieferung stellt die Kosten und damit verbundene Abgaben eines Alltagautos in den Schatten. Jeder etwa im letzten halben Jahrhundert getätigte Import eines historischen Fahrzeugs nach Österreich hat bleibenden Reichtum und Kapital in unsere Heimat gebracht. Ebenso jede mühsam bewältigte Restaurierung eines heimischen Wracks zu einem wertvollen Schmuckstück,“ führt Clostermeyer weiter aus.
    Abschließend richtet Mag. Clostermeyer einen Appell an alle: „Diese Werte dürfen nicht vernichtet werden. Geht es ja nicht nur um den merkantilen Wert, der meistens durch die kaum beachtete Exportbeschränkung von Gütern, älter als 50 Jahre, ohnehin nicht voll erreichbar ist, sondern um das ideelle und kulturelle Technikerbe. Die kulturellen Werte, die Dokumentation von historischem Technik-Kulturerbe muss hochgehalten werden. Wer keine Geschichte hat, hat auch keine Zukunft Sind wir schon so arm?“
    Auf internationaler Ebene hat die FIVA (Fédération Internationale des Véhicules Anciens) zumindest schon „Beraterstatus“ bei der UNSECO in weltweiten Fragen zum technischen Weltkulturerbe. Aber wird dies ausreichen? Das Bewusstsein unseres Technikerbes muss in jedes Land hineingetragen werden. Die nationalen Verbände, Interessenvertretungen, jeder einzelne in der Szene und Fan kulturellen Technikerbes, sind aufgerufen von unseren Politikern, den politischen Parteien, den Abgeordneten zum Europäischen Parlament Bekenntnisse zu unserem historischen Kulturgut einzufordern.

  • Oldtimer-Fahrer wollen nicht auf der Strecke bleiben

    Oldtimer-Fahrer wollen nicht auf der Strecke bleiben
    Kurier, 9. Juni 2019, von Thomas Pressberger

    Neue Mobilität.
    Debatten um Klimaschutz und Dieselfahrverbote bereiten immer mehr Oldtimer-Fahrern Sorgen.
    3,7 Milliarden Euro- das ist der geschätzte Wert des Gesamtbestandes aller Oldtimer in Österreich. Angesichts der Debatten rund um Diesel­Fahrverbote, autonomes Fahren, Elektro- und Wasserstoffantrieb sowie Klimawandel, sorgen sich immer mehr Besitzer, wo eigentlich ihr Oldtimer in Zukunft seinen Platz finden und vor allem, wie sich dessen Wert entwickeln wird. ,,Grundsätzlich sprechen wir bei einem Oldtimer von einem Kulturgut", sagt Christian Schamburek, Generalsekretär des Kuratoriums Historische Mobilität Österreich. Der Weltverband der Oldtimerclubs Federation Internationale des Vehicules Anciens (FIVA) berät derzeit die UNESCO, ob der Oldtimer als Kulturgut einen Welterbe-Status haben sollte. ,,Hier gibt es Gespräche", bestätigt Schamburek.
    In der Bevölkerung genießen Oldtimer ungeachtet aller Diesel­Fahrverbotsdiskussionen nach wie vor, großer Beliebtheit. 59 Prozent der Osterreicher freuen sich laut der Studie „Oldtimer in Österreich", von Schamburek und Marktforscher Robert Sobotka, wenn sie einen solchen auf der Straße sehen. ,,Was in Zukunft die Digitalisierung auf die Straße bringen wird, ist derzeit noch ein großes Fragezeichen", sagt Schamburek. Werden Oldtimer und die Autos der Zukunft nebeneinander oder getrennt unterwegs sein? Auf Hauptverkehrsadern, wie Autobahnen, wird sich das autonome Fahren durchsetzen, vermutet der Experte. Aber abseits davon, auf Landstraßen und in kleinen Ortschaften, wo sich die Leidenschaft der Oldtimerfahrer abspielt, werde es ein Miteinander geben müssen.
    Ob in 30 Jahren noch Autos mit Verbrennungsmotoren auf der Straße sein werden, ist keine oldtimer­spezifische Frage, meint Schamburek. Jedenfalls müsse man die Relationen zurechtrücken. ,,Der Individualverkehr wird derzeit groß diskutiert, die größeren Umweltsünder sind aber kalorische Kraftwerke, Industriebrand, Flugzeuge, Container- und Kreuzfahrtschiffe und Nutztierhaltung." Auf Oldtimer würden nur 0,2 Prozent aller gefahrenen Kilometer entfallen, die von Pkw zurückgelegt werden. Der Anteil sei also verschwindend.
    Aufbruch
    Die Rolle von Fahrzeugen - insbesondere von Oldtimern - in der gesellschaftspolitischen Entwicklung würde eine entsprechende Würdigung verdienen, meint der Experte. Immerhin begann mit dem Ford T, dem ersten ab 1908 serienmäßig gefertigten Auto, ein Aufbruch in eine neue Zeit. Die Menschen seien ab da nicht mehr lokal verankert gewesen, was sich auf ihr Arbeitsleben genauso wie auf ihr Freizeit­ und Urlaubsverhalten ausgewirkt habe. So gesehen sei die dadurch erlangte Mobilität ein für den Menschen ähnlicher Meilenstein wie das Buch oder das Internet.
    Die Oldtimer-Branche ist in Österreich nach wie vor sehr robust und lebendig. 690 Millionen Euro werden pro Jahr umgesetzt, die Mehrheit der Unternehmen rechnet mit einer positiven Umsatzentwicklung. Einziges Problem: ,,es gibt zu wenig Nachwuchs bei Mechanikern", sagt Schamburek. Alte erfahrene Handwerker gehen in Pension, junge kommen kaum nach. Und das, obwohl die Aussichten gut sind und die Arbeit interessant ist.
    Emotionaler Anker
    Besser sieht es beim Fahrernachwuchs aus. Junge würden sich nach wie vor für Oldtimer interes- sieren. Was als Oldtimer gesehen werde, sei aber einer laufenden Veränderung unterzogen. ,,Meistens gibt es einen emotionalen Anker", sagt Schamburek. Oft ist es das Auto des Vaters, des Großvaters oder eines, dass in der Kindheit bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Daher verwundert es nicht, dass Oldtimer immer „jünger" werden, sprich deren Baujahr auf der Zeitachse nach vorne wandert. Interessierten sich früher Oldtimerfahrer eher für Modelle aus den 60er-Jahren, rücken heute immer öfter auch Autos aus den 80er- und 90er­ Jahren in den Fokus. Ein VW Golf, ein Opel oder ein Mazda MX-5 kann da schon darunterfallen.
    In Österreich sind 257.800 Oldtimer zugelassen. 96.000 Personen besitzen mindestens ein historisches Fahrzeug, 1,2 Millionen würden gerne eines besitzen. Der typische Oldtimer-Fahrer ist männlich und zwischen 41 und 60 Jahre alt. Die durchschnittliche Fahrleistung liegt jährlich bei 700 Kilometern. 64 Prozent sehen Oldtimer als Kulturgut an, das erhalten werden soll.

  • Kommentar: Worum uns Europa beneidet

    Der „Beirat für historische Fahrzeuge“ war der große Wunsch vieler, engagierter Vertreter aus der gesamten Oldtimerszene.

    Der entscheidende Faktor für das Zustandekommen eines derartigen Beirates, dass war aber letztendlich Dipl. Ing. Heinz Lukaschek in seiner Funktion als zuständiger Mitarbeiter im BMVIT, und dafür ist ihm die gesamte Oldtimerszene bis heute zu Dank verpflichtet.

    Hat sich doch dieser Beirat innerhalb der letzten 25 Jahre, zu dem Österr. Forum für alle Oldtimer-Belange schlechthin entwickelt.

    Kein einziges Regulativ (der letzten 25 Jahre) im Bereich hist. Fahrzeuge, das nicht über den „Beirat“, und das auf überaus demokratische Weise, unter Einbindung der gesamten Oldtimerszene, erarbeitet wurde. In einem Land, in dem normalerweise ausschließlich „ parteipolitische Funktionäre“ das Sagen haben, eine mehr als demokratische Einrichtung. Dafür sollte man Herrn Dr. Wilhelm Kast und seinen Mitarbeitern eigentlich dankbar sein.

    In approbierten Liste des BMVIT, sind auf über 100 Seiten auch alle „österr. Bestimmungen für erhaltenswürdige Fahrzeuge“ ausgelistet. Ja, und dann wurde in dieser Liste auch noch die Zusammensetzung des Beirates und eine klare Definition, betreffend historische Fahrzeuge eindeutig und zweifelsfrei festgeschrieben.

    „ Die Hauptbaugruppen der historischen Fahrzeuge müssen im Originalzustand erhalten sein.“

    Und das alles bereits vor rd. einem viertel Jahrhundert, nachzulesen in den diversen Erlässen, betreffend hist. Fahrzeuge aus den Jahren 1995, 1996, 1998 und 2006. Alle auch heutigen Bestimmungen hätte schon die letzten 20 Jahre vollzogen werden müssen.

    So wirklich neu seit 2018 ist nur die verpflichtende Vorlage des jeweiligen Genehmigungs-Dokumentes, im Zuge einer § 57a-Überprüfung.

    Die Zielsetzung der Vorlage des Genehmigungs-Dokumentes im Zuge der §57a-Überprüfung ist, einerseits um dem ermächtigten Organ (das ist der Prüfer vor Ort) die tägliche Arbeit zu erleichtern, und andererseits um eine eindeutige und zweifelsfreie Basis, für die durchzuführende Überprüfung zu schaffen.

    Abschließend sollte man vielleicht noch erwähnen, dass sich die gesamte „Oldie-Szene“, den sprichwörtlichen „Haxen“ ausgerissen hat, um eine eigene Kennzeichnung für ihre Fahrzeuge zu erhalten, wobei von Beginn an klar war, ein spezielles Oldtimer-Kennzeichen sollte es schon wegen der österr. Wechselkennzeichen-Lösung, auf keinen Fall werden.

    Dass das rote Pickerl jetzt einen 2-jährigen Prüfintervall hat, wurde in der gesamten Szene positiv aufgenommen. Apropos erwähnen, Eurotax hat nicht nur die „approbierte Liste“ eingestellt, sondern aufgrund eines Konzern-Beschlusses weltweit alle Printprodukte aus ihrem Programm genommen. Diese Entscheidung war es dann auch schlussendlich, die zur Gründung des KHMÖ „Kuratorium Historische Mobilität Österreich“ als überparteilicher Herausgeber der approbierten Liste geführt hat.

    Diese Liste ist und war auch immer weit, weit mehr als die simple Auflistung von 30 Jahre alten Fahrzeugen. Diese Liste ist mittlerweile so etwas wie das größte Gesamtwerk einer knapp 130-jährigen Automobilgeschichte. Kaum ein ernstzunehmender SV, das BMF, der Zoll und natürlich auch die Genehmigungsbehörden, die in ihrem täglichen Arbeitsablauf, nicht die Hilfe dieser Liste in Anspruch nehmen.

    Es stimmt auch nicht, dass ein Ausdruck (Bestätigung) aus der approbierten Liste, bei einer Eintragung/Genehmigung als hist. Fahrzeug, bei der Behörde zwingend vorgelegt werden muss.

    Da gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten, wie die Vorlage von:

    alten Fahrzeug-Papieren,

    technischen Werksunterlagen,

    „Geburtsurkunde“ der Fahrzeug-Hersteller,

    Gutachten eines einschlägig spezialisierten Sachverständigen nach 17/47,

    bereits bei der Prüfstelle eingespeicherte techn. Daten eines vergleichbaren Fahrzeuges,

    Bestätigung/Auszug aus der approbierten Liste,

    um den jeweils historisch korrekten Zustand eines Fahrzeuges nachzuweisen.

    In Deutschland gibt es mit dem „Parlamentskreis Automobiles Kulturgut“ ein mit unserem Beirat durchaus vergleichbares Instrumentarium und andererseits braucht es für die Einstufung eines Fahrzeuges als Oldtimer nach§ 23StVZÖ, ein entsprechendes Gutachten. Das machen dort aber ausschließlich die verschiedenen TÜV´s und die DEKRA.

    Europa beneidet uns um unser Instrumentarium um Oldies als Kulturgut auf Österreichs Straßen zu erhalten. Dazu ist aber auch der Zusammenhalt der ganzen Szene erforderlich.

    Komm. Rat Franz R. Steinbacher

  • Oldtimertage 2020

    Das Wochenende der historischen Fahrzeuge in Österreich am 25. und 26. April 2020 – die Verbände lancieren im kommenden Jahr erstmals ein Wochenende, das auf das Vorhandensein und den Stellenwert der historischen Fahrzeuge in Österreich aufmerksam machen soll. Die Idee stammt aus Frankreich. Auch in England und Schweden gibt es gleichgelagerte jährliche Aktivitäten. Alle Clubs und individuellen Besitzerinnen und Besitzer von historischen Fahrzeugen sind aufgerufen, an diesem Wochenende die betagten Fahrzeuge zu bewegen oder auszustellen. www.khmoe.at

  • Aussetzung der Zulassung bei Gefahr im Verzug gem. § 44a KFG 1967

    Information des BMVIT zur Aussetzung der Zulassung bei Gefahr im Verzug gem. § 44a KFG 1967

    Bezugnehmend auf Ihre Anfrage vom 26. 3. 2019 erlaubt sich das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Folgendes mitzuteilen:

    Artikel 9 Abs. 3 der Richtlinie 2014/45/EU regelt den Umgang mit Fahrzeugen, bei denen im Rahmen der wiederkehrenden Begutachtung Mängel mit Gefahr im Verzug festgestellt wurden: „Im Fall von gefährlichen Mängeln gilt die Prüfung als nicht bestanden. Der Mitgliedstaat oder die zuständige Behörde kann beschließen, dass das betreffende Fahrzeug nicht auf öffentlichen Straßen genutzt werden darf und dass die Genehmigung zur Nutzung im Straßenverkehr vorübergehend ausgesetzt wird, ohne ein erneutes Zulassungsverfahren zu erfordern, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Mängel behoben sind und eine neue Prüfbescheinigung ausgestellt wird, aus der hervorgeht, dass das Fahrzeug in verkehrssicherem Zustand ist.“

    Diese Bestimmung wurde mit der 34. KFG Novelle (BGBl I Nr. 9/2017) umgesetzt. In den Erläuterungen dazu ist ausgeführt: „Wenn die Behörde eine Verständigung gemäß § 57c Abs. 4c erhält, dass bei einem Fahrzeug im Zuge der wiederkehrenden Begutachtung Mängel mit Gefahr im Verzug festgestellt worden sind, so kann sie die Zulassung vorübergehend aussetzen und den Zulassungsschein und die Kennzeichentafeln unverzüglich abnehmen bzw. durch die Organe der Bundespolizei abnehmen lassen. In der Regel wird es kaum zu derartigen Veranlassungen kommen, da normalerweise sehr rasch diese Mängel behoben werden und ein positives Gutachten erstellt werden kann.“

    Die Behörde kann also, wenn sie eine Verständigung gem. § 57c Abs. 4c KFG erhält, die Zulassung gem. § 44a Abs. 1 KFG vorübergehend aussetzen und den Zulassungsschein und die Kennzeichentafeln unverzüglich abnehmen, um zu verhindern, dass die Verkehrssicherheit durch die weitere Verwendung des Fahrzeugs gefährdet wird. In der Regel wird sich das Fahrzeug allerdings noch in derselben Werkstatt befinden, die das negative Gutachten ausgestellt hat. Dort wird das Fahrzeug wohl häufig auch repariert werden. Da es somit auch Fälle gibt, in denen trotz Gefahr im Verzug die Verkehrssicherheit nicht gefährdet ist (das Fahrzeug bleibt ja in der Werkstätte bzw. wird glaubhaft gemacht, dass es nicht verwendet wird), wurde § 44a Abs. 1 KFG als „Kann-Bestimmung“ formuliert.
    Ob nicht bereits ein positives Gutachten für das Fahrzeug vorliegt, kann durch die Behörde durch Einsicht in die Begutachtungsplakettendatenbank oder z. B. durch die Übermittlung einer Gutachtenkopie per Fax oder E-Mail durch den Zulassungsbesitzer festgestellt werden. Ist für die Behörde nicht ersichtlich, dass ein positives Gutachten vorliegt, wird die Behörde in vielen Fällen erst ein entsprechendes Schreiben an den Zulassungsbesitzer richten, ihn auf die Rechtslage und die Konsequenzen aufmerksam machen und ihm Gelegenheit geben, binnen einer Frist von einigen Tagen ein positives Gutachten vorzulegen.

    Jedenfalls liegt es im Ermessen der Behörde, ob und wann die Zulassung ausgesetzt und der Zulassungsschein und die Kennzeichentafeln abgenommen werden.

    Kommt die Behörde zu dem Schluss, dass es zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit unumgänglich ist, Zulassungsschein und Kennzeichentafeln abzunehmen, wirkt sich das im Falle eines Wechselkennzeichens auch auf die anderen Fahrzeuge mit demselben Kennzeichen aus, die dann ebenfalls nicht mehr verwendet werden können.

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  • FIVA WORLD RALLYE 2019 in Österreich

    Jedes Jahr vergibt die FIVA (Fédération Internationale des Véhicules Anciens),als Weltverband aller Oldtimer Clubs weltweit an ein Land die Ausrichtung der FIVA WORLD RALLYE. 2019 konnte Österreich dies für sich entscheiden. Der ÖMVV (Österreichischer Motor-Veteranen-Verband), der ÖMVC (Österreichischer Motor-Veteranen-Club) und RallyeOrg sind die Veranstalter dieses "Touristic Classic Car Events".
    Die Zielsetzung der "Austria Classic" ist für nationale und internationale Gäste ein sehr interessantes Programm zu bieten um die große architektonische, geographische und kulturelle Vielfalt Österreichs zu präsentieren. Dieses Event soll als touristische Entdeckungsfahrt die kulturelle Dimension historischer Fahrzeuge mit Freude und Genuss vermitteln. Die FIVA World Rallye ist ausgerichtet auf die Zielsetzungen der FIVA, als globale Organisation, für den Schutz, die Erhaltung und die Förderung unseres rollenden Kulturguts mit deren Beiträgen zu individueller Mobilität und großen technischen Innovationen, einzutreten.
    Die “Fédération Internationale des Véhicules Anciens” (FIVA) wurde 1966 aus der Idee einiger Organisationen auf nationaler Ebene, die sich mit der Vertretung der Interessen von Liebhabern klassischer Fahrzeuge beschäftigten, gegründet. Die Zielsetzung war die Interessen gemeinsam auf internationaler Ebene global zu vertreten und voranzutreiben. Aktuell hat die FIVA 85 Mitgliedsorganisationen in mehr als 62 Ländern weltweit, die mehr als 1.500.000 Enthusiasten historischer Fahrzeuge vertreten.
    Zu den Zielen der FIVA gehören:
    - Die Förderung weltweiter Freundschaft und gegenseitiges Verständnis durch Unterstützung und Mithilfe in Anlässen für historische Fahrzeuge.
    - Vereinigung möglichst vieler Enthusiasten weltweit. Zurzeit sind es bereits über eineinhalb Millionen Mitglieder aus vierundsechzig Ländern.
    - Erhaltung eines wichtigen Teils unserer Industriegeschichte durch die Verteidigung des Rechtes, historische Fahrzeuge weltweit auf öffentlichen Straßen zu fahren.
    Innerhalb des Oldtimer-Weltverbands existieren verschiedene Kommissionen und Arbeitsgruppen, die sich im Sinne der Zielsetzung der FIVA mit konkreten Aufgaben und Themenfeldern im Bereich der historischen Fahrzeuge befassen unter anderem die Legislation Commission, Technical Commission, Events Commision, Motorcycle Commission, Utilitarian Commission.

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Approbierte Liste "Historische Fahrzeuge" des BMVIT

Cover - Approbierte Liste

Das Kuratorium Historische Mobilität Österreich führt ab 1.1.2018 die Approbierte Liste „Historische Fahrzeuge“ des BMVIT.

Der neue Herausgeber – das Kuratorium Historische Mobilität Österreich (www.khmoe.at) ist seit Jahresbeginn 2018 für die Betreuung und Erstellung der Liste für erhaltungswürdige Fahrzeuge in Österreich ("rote Liste") in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und dem historischen Beirat zuständig.

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