
Seit 2017 haben sich grundlegende Strukturen und Einstellungen der Gesellschaft verändert. Umweltthemen, Fragen bezüglich der zukünftigen Mobilität, Regierungskonstellationen, nicht zuletzt die Pandemie und der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, mit gravierenden wirtschaftlichen Folgen wie Inflation und dem Steigen der Energiepreise, haben doch deutliche Spuren in der Gesellschaft hinterlassen. Die vorliegende Folgestudie untersucht die Auswirkungen auf das Marktsegment der historischen Fahrzeuge – dem Kulturgut Oldtimer.
Es wurden BesitzerInnen von Oldtimern (rund 2.000) über allgemeine Nutzungsdaten, Fahrzeugdaten, Bestandsdaten, Versicherungsdaten, Soziodemografie, Ausgaben, Zukunftserwartungen u.v.m. rund um ihre Fahrzeuge befragt. Zusätzlich wurde ein repräsentatives Stimmungsbild der österreichischen Bevölkerung zu diesem Thema (440 Personen) erhoben. Eine weitere Befragung wurde bei 55 Repräsentanten österreichischer Clubs sowie 51 Wirtschaftsbetrieben aus dem Segment „Klassische Fahrzeuge“ durchgeführt, um die ökonomische Bedeutung zu quantifizieren. Ergänzend wurden Expertenrunden zur Evaluierung der Ergebnisse abgehalten.
Das hier nun vorliegende Ergebnis 2022 ist ein aktuelles Gesamtbild der Bedeutung historischer Fahrzeuge als rollendes Kulturgut in Österreich.
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Die Oldtimertage 2025 waren wieder voller Erfolg. Rund 40 Veranstaltungen und rund 3.000 Teilnehmer zeigten ihre Fahrzeuge im Rahmen von Ausfahrten und Veranstaltungen. Das Kuratorium Historische Mobilität Österreich (ÖMVV und AMV) initiieren auch 2026 das Wochenende, das auf den hohen Stellenwert der historischen Fahrzeuge in Österreich aufmerksam macht. Alle Clubs, Museen und individuellen Besitzerinnen und Besitzer von historischen Fahrzeugen sind aufgerufen, an diesem Wochenende die historischen Fahrzeuge zu bewegen, zu zeigen und auszustellen.
EU-Autopaket verfehlt industriepolitischen Zweck - Arbeitsplätze weiter in Gefahr
Die aktuelle politische und wirtschaftliche Debatte um das von der Europäischen Kommission vorgelegte Automotive Package - ein Maßnahmenbündel zur Unterstützung der europäischen Autoindustrie - wird von der eFuel Alliance Österreich scharf kritisiert. Nach Ansicht des Verbands wird das Paket seinem industriepolitischen Zweck nicht gerecht und verfehlt zentrale Ziele wie Wettbewerbsfähigkeit, Innovationsförderung, technologische Offenheit und Schutz von Arbeitsplätzen in einem der wichtigsten industriellen Sektoren Europas. Gleichzeitig bestehe die Gefahr, dass bestehende Probleme der Branche nicht nur nicht gelöst, sondern durch die aktuelle Ausgestaltung der EU-Politik weiter verschärft werden.
1. Ausgangslage: Strukturkrise der europäischen Autoindustrie
Die Studie des Wirtschaftsanalysten Günther Oswald zeichnet ein alarmierendes Bild: Seit 2019 sind in der europäischen Automobilindustrie insgesamt etwa 378.000 Arbeitsplätze weggefallen. Besonders dramatisch ist der Zeitraum 2024/25 mit allein 166.000 gemeldeten Jobstreichungen, was rund 45 % des gesamten Verlusts der letzten Jahre ausmacht. In Deutschland entfielen davon etwa 109.000 Stellen, in Österreich rund 5.000 Arbeitsplätze; die Auswirkungen seien jedoch europaweit deutlich spürbar, inklusive in Ost- und Mitteleuropa.
Oswald und Branchenvertreter sehen in dieser Entwicklung keine natürliche Marktbereinigung, sondern eine direkte Folge von politischen Rahmenbedingungen in Kombination mit geopolitischen Trends. Europa verliere an Wettbewerbsfähigkeit, während andere Regionen wie China, Indien und die USA ihre industriepolitischen Strategien gezielt weiterentwickeln und so ihre Standorte für Produktion und Arbeitsplätze stärken.
2. Kritik am EU-Autopaket: Technologieoffenheit nur auf dem Papier
Im Zentrum der Kritik steht das Versprechen der Europäischen Kommission, technologische Offenheit zu wahren, also nicht nur auf batterieelektrische Fahrzeuge zu setzen, sondern auch andere klimafreundliche Antriebsformen zuzulassen. Praktisch bleibe dieses Versprechen jedoch weitgehend unrealisiert:
Die Kommission sieht zwar vor, ab 2035 Emissionsrestmengen über alternative Kraftstoffe oder klimafreundliche Materialien zu kompensieren. In der Realität aber würden nachhaltige Kraftstoffe nicht gleichwertig anerkannt, sondern im Vergleich zum Status quo sogar weiter eingegrenzt.
Außerdem seien flankierende Maßnahmen wie flächendeckende Kompensationspflichten oder technologieoffene Investitionsanreize unzureichend.
Gleichzeitig führe ein verpflichtender Anteil an Elektrofahrzeugen für Flottenbetreiber (z. B. 58 % aller Neuwagen in Österreich bis 2030) faktisch zu einem E-Mobilitätsmonopol, statt echte Vielfalt im Antriebsmix zu fördern.
Andere klimafreundliche Technologien würden zwar bis 2030 noch berücksichtigt, aber ab 2035 wieder ausgebootet. Wo ein Ablaufdatum politisch vorgeschrieben sei, werde nicht mehr investiert - genau dort, wo dringend Investitionssicherheit für neue Produktionsstrukturen gebraucht würde.
Stephan Schwarzer, Generalsekretär der eFuel Alliance Österreich, bringt diese Kritik auf eine einfache Formel: „Die Kommission hat nicht geliefert, was bestellt wurde. De facto zementiert sie das E-Auto-Monopol weiter ein.“ Laut Schwarzer seien die Spielräume für alternative Antriebe und nachhaltige Kraftstoffe viel zu klein, um real einen Beitrag zur Strukturwende oder zu klima- und industriepolitischen Zielen zu leisten.
3. Wirtschaftliche Folgen: Regulierung beschleunigt Jobverluste
Die aktuelle Kombination aus einer restriktiven europäischen Regulierungspolitik und dem globalen Wettbewerb führe nicht zur Stärkung, sondern zur Schwächung Europas als Automobilstandort. Laut der Studie habe die Produktion vielerorts abgenommen, Standortschließungen seien an der Tagesordnung und viele Zulieferbetriebe stünden unter massivem Druck.
Die Folge:
Europas Autoindustrie verliere Marktanteile und Wertschöpfung an außereuropäische Wettbewerber.
Importabhängigkeit wachse, etwa von Fahrzeugen oder Schlüsselkomponenten.
Investitionen in alternative Technologien seien nicht im erforderlichen Umfang möglich, weil regulatorische Rahmenbedingungen ihnen klare zeitliche Begrenzungen und Unsicherheiten auferlegen.
Die eFuel Alliance argumentiert, dass eine Fokussierung auf ein einziges Antriebskonzept - nämlich reine Elektromobilität - langfristig zigtausende weiterer Arbeitsplätze kosten werde, weil sie bestehende Industriestandorte in Europa unter Druck setze, anstatt neue Chancen für Vielfalt, Innovation und Beschäftigung zu schaffen.
4. Klimastrafen: Fehlgeleitete Anreize
Ein weiterer Kritikpunkt sind die sogenannten „Klimastrafen“ - finanzielle Belastungen für Hersteller, deren Produkte nach EU-CO₂-Regeln bestimmte Vorgaben nicht erfüllen. Laut Branchenkennern haben diese Strafzahlungen inzwischen ein Volumen von rund 16 Milliarden Euro pro Jahr erreicht. Problematisch sei, dass diese Mittel derzeit nicht in europäische Investitionen zurückfließen, sondern faktisch außereuropäischen Herstellern helfen, ihre Marktanteile in der EU auszubauen - zulasten heimischer Produzenten.
Schwarzer fordert daher eine Umkehr dieser Praxis: Diese Mittel müssten bei den europäischen Herstellern verbleiben und für deren Investitionen genutzt werden. Nur so könne eine nachhaltige Stärkung der europäischen Wertschöpfungsketten erreicht werden; alles andere beschleunige den Abfluss von Wertschöpfung und Know-how.
5. Markt und Realität: Verbraucher können nicht gezwungen werden
Neben der industriellen Seite kritisiert die eFuel Alliance Österreich auch, dass die Marktrealität und die Kundenpräferenzen in der EU ignoriert würden. Derzeit liegt der Anteil von Elektrofahrzeugen an den Neuzulassungen in der EU bei etwa 17 %. Viele Kundengruppen könnten oder wollten aus infrastrukturellen, finanziellen oder praktischen Gründen keine Elektroautos nutzen.
Schwarzer verdeutlicht: „Die EU darf den Kunden nicht in eine Zwangsjacke stecken. “Wer kein Elektroauto fahren kann oder will, sollte trotzdem klimaverträglich unterwegs sein können - etwa durch nachhaltige Kraftstoffe auf Basis erneuerbarer Energien.
6. Appell an das Europäische Parlament
Vor diesem Hintergrund richtet die eFuel Alliance Österreich einen dringenden Appell an das Europäische Parlament. In den laufenden Ausschussverhandlungen müsse es seiner legislativen Verantwortung gerecht werden und die Vorschläge der Kommission grundlegend korrigieren. Entscheidend sei:
echte Technologieoffenheit sicherzustellen,
regulatorische Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass sie Innovation, Investitionen und Arbeitsplätze fördern,
und Klimaziele mit pragmatischen, marktorientierten Ansätzen in Einklang zu bringen.
Schwarzer warnt: „Hunderttausende Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel — viele sind bereits verloren. Gerade Österreich ist stark betroffen.“ Fehlende Aufträge aus führenden Automobilmärkten in Deutschland, Frankreich oder Italien ließen sich durch Exporte nach Fernost kaum kompensieren. Ohne echte Öffnung für alle Technologien drohe der weitere Niedergang der europäischen Autoindustrie.
Quelle: eFuel alliance
Im Jahr 1966 schloss sich eine Gruppe von Organisationen, die Liebhaber historischer Fahrzeuge aus mehreren Ländern vertraten, zu einer internationalen Vereinigung zusammen, die sich ausschließlich der Förderung, dem Schutz und der Erhaltung historischer Kraftfahrzeuge wie Autos, Motorräder, Busse, Traktoren und Dampfmaschinen widmete. Aus dieser Organisation ging die heutige Fédération Internationale des Véhicules Anciens (FIVA) hervor.
In den vergangenen sechzig Jahren hat die FIVA einen langen Weg zurückgelegt, ist exponentiell gewachsen und heute in über neunzig Ländern und auf allen Kontinenten vertreten und zählt über zwei Millionen Mitglieder. Ergänzt wird dies durch eine Vielzahl von professionellen Mitgliedern, darunter auch eine Reihe der weltweit führenden Museen für historische Fahrzeuge, internationale Rallye- und Veranstaltungsorganisatoren sowie globale Automobilhersteller und -zulieferer.
Heute, zum sechzigsten Jahrestag ihrer Gründung, ist die FIVA die weltweit führende Organisation für historische Fahrzeuge. Zusammen mit der FIA (Fédération International Automobile), dem Dachverband des Motorsports und führenden Verband der Mobilitätsorganisationen, und der FIM (Fédération Internationale de Motocyclisme), dem weltweiten Dachverband des Motorradrennsports, kooperiert die FIVA, um den historischen Motorsport zu fördern.
Dies gipfelt in der Unterzeichnung eines dreiseitigen Manifests zwischen den drei Organisationen im Jahr 2023. Angesichts der globalen Bedeutung der FIVA und ihres Engagements für die Förderung der Erhaltung historischer Fahrzeuge und die Weitergabe der damit verbundenen Technologien an künftige Generationen hat sich die FIVA dafür eingesetzt, den Wert dieses wahrhaft einzigartigen industriellen Erbes zu steigern und den interkulturellen Austausch zu fördern. Dies zeigt sich in der Veröffentlichung des wegweisenden Dokuments „Charta von Turin” durch die FIVA, das sich nicht nur der Erhaltung historischer Fahrzeuge, sondern Gebäuden und Artefakten im Zusammenhang mit historischen Fahrzeugen widmet. Die Charta dient dem Schutz der historischen Substanz historischer Fahrzeuge und soll durch deren aktive Nutzung, Wartung, Erhaltung, Restaurierung und Reparatur sicherstellen, dass künftige Generationen sich an diesen kulturellen Schätzen erfreuen können. Angesichts dieses Ansatzes ist es nicht verwunderlich, dass die FIVA auf eine stolze und langjährige Zusammenarbeit mit der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) zurückblicken kann, die 2017 in einer umfassenden kulturellen Partnerschaft und dem Beraterstatus als Nichtregierungsorganisation gipfelte. Heute gehört zu den wichtigsten Prioritäten der FIVA nicht nur die Förderung, der Schutz und die Erhaltung historischer Fahrzeuge, sondern auch die verantwortungsvolle Nutzung historischer Fahrzeuge und Youngtimer (Fahrzeuge zwischen 20 und 30 Jahren Alter) auf öffentlichen Straßen zum Nutzen ihrer Besitzer, Liebhaber und der Öffentlichkeit. Die engagierten und spezialisierten Kommissionen der FIVA wie die Legislation Commission, Youth and Culture Commission, Events Commission, Motorcycle Commission und Utilitarian Commisssion arbeiten daran, dieses Mandat zu erfüllen.
Vorbereitung auf die nächsten 60 Jahre…
Während die FIVA sich weiterhin für die Rechte der Nutzer historischer Fahrzeuge weltweit einsetzt, dient die Arbeit der FIVA und ihrer Kommissionen als Vorbild dafür, wie ein sinnvolles Engagement für das Kulturerbe aussehen sollte: authentisch, partizipativ und zukunftsorientiert. Unterstützt wird sie dabei von einer Legislativkommission, die sich dafür einsetzt, dass sowohl die heutige Generation von Enthusiasten als auch die zukünftigen Generationen das automobile Erbe weiterhin gemeinsam feiern und genießen können, sowie von der Veranstaltungs-, Motorrad- und Nutzfahrzeugkommission, die sich nicht nur für die Würdigung des automobilen Erbes einsetzt, sondern auch die Gemeinschaften und Traditionen zusammenbringt, die diese Maschinen durch Veranstaltungen auf der ganzen Welt mitgeschaffen haben.
Unterstützt von einer Gruppe erstklassiger Stewards ist die FIVA ihrem Slogan „Fahrzeuge von gestern auf den Straßen von heute“ treu geblieben. Diese Bemühungen werden von einer Jugend- und Kulturkommission unterstützt, die sich dafür einsetzt, zu zeigen, wie historische Fahrzeuge Menschen und Orte auf eine Weise verbinden, die unsere Gesellschaften geprägt hat – und diese Geschichte für die zukünftige Generation zu bewahren, ist ein zentraler Bestandteil der Mission der FIVA.
Die FIVA muss sich jedoch auf neue Herausforderungen vorbereiten, darunter die Bewältigung einer Vielzahl neuer Themen wie alternative Kraftstoffe, grüne Technologien und verantwortungsbewusste Restaurierungsmethoden, um historische Fahrzeuge auf der Straße zu halten – ohne ihre Authentizität zu beeinträchtigen. Die Antworten und Lösungen sind nicht einfach, aber die Botschaft ist klar: Die Vergangenheit zu bewahren und gleichzeitig die Zukunft zu begrüßen, ist kein Widerspruch. Es ist unsere gemeinsame Herausforderung, und die FIVA ist bereit dafür. Die FIVA übernimmt bereits eine Vorreiterrolle, sei es durch die Arbeit der Technischen Kommission der FIVA oder durch die Arbeit und Forschung der FIVA-ANFs wie unter anderem ASI (Automotoclub Storico Italiano), FBHVC (Federation of British Historic Vehicle Clubs),FFVE (Federation Francaise de Vehicules d’Epoque) und ÖMVV (Österreichischer Motor-Veteranen Verband) die alle bahnbrechende Arbeit in einer Reihe von Bereichen leisten, darunter auch im Bereich der Nachhaltigkeit udn Jugendarbeit. Die Ergebnisse der durchgeführten Arbeiten sind in der Praxis zu sehen, wie der rote Faden aller FIVA-Weltveranstaltungen im Jahr 2025 zeigt. So haben beispielsweise die World Motorcycle Rally in Italien und die Utilitarian-Veranstaltung in Netphen dazu beigetragen die ökologische Nachhaltigkeit hervorzuheben, indem sie die Kompatibilität alternativer Kraftstoffe mit historischen Fahrzeugen förderten, während die Rallye in der Türkei sich durch die Förderung der sozialen Nachhaltigkeit auszeichnete, indem sie die Vielfalt, die Stärkung und die Investitionen in die nächste Generation betonte und hervorhob.
Angesichts der vielen neuen Herausforderungen, denen wir heute in der Welt der Energiethemen und Mobilität gegenüberstehen, wird die FIVA ihre Arbeit fortsetzen und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass auch in den nächsten sechzig Jahren ein Gleichgewicht zwischen Freude und Verantwortung erreicht und aufrechterhalten werden kann.
Quelle: ÖAMTC
2026 wird es zum letzten Mal eine Klebevignette in Österreich geben. Der Preis steigt gemäß der Inflationsrate. Die Jahresvignette kostet dann für einen Pkw 106,80 Euro (drei Euro mehr als 2025), für ein Motorrad 42,70 Euro (plus 1,20 Euro). Auch die unterjährigen Varianten (2-Monats-, 10-Tages- und Tagesvignette) werden entsprechend valorisiert.
Teurer werden auch die Öffis: Nach der Erhöhung im August steigt der Preis für das österreichweite Klimaticket mit Jahreswechsel ein weiteres Mal binnen weniger Monate, und zwar von 1.300 auf 1.400 Euro. Auch die regionalen Klimatickets werden mit Jahreswechsel zum Teil teurer. Besonders drastisch ist der Preisanstieg für die Jahreskarte der Wiener Linien: Diese wird um 102 Euro und damit 28 Prozent teurer und kostet per Jahreswechsel 467 Euro (digital: 461 Euro) pro Jahr.
Für bereits zugelassene Fahrzeuge ändert sich bei der motorbezogenen Versicherungssteuer nichts. Bei neuzugelassenen Pkw kann es hingegen – abhängig vom Antrieb – zu einer höheren Belastung kommen.
Verbrenner:
Bei neuen Pkw mit Verbrennungsmotor, die nicht extern aufgeladen werden können, steigt die Steuer meist um rund 35 Euro pro Jahr gegenüber einer Erstzulassung im Jahr 2025. Nur bei sehr effizienten bzw. leistungsschwachen Pkw kommt es zu einer geringeren Steuererhöhung.
Plugin-Hybride:
Bei der Ermittlung der CO2-Emissionen für die Papiere von neuen Plugin-Hybriden wird mit der strengeren Abgasnorm "Euro-6E-bis" angenommen, dass diese im Realbetrieb weniger elektrisch gefahren werden. Hat der Hersteller nicht ausreichend gegengesteuert – z. B. mit einer größeren Batterie –, fallen durch die verpflichtende Abgasnorm auch die CO2-Emissionen in den Papieren höher aus. Obwohl diese Steigerung bei der motorbezogenen Versicherungssteuer im kommenden Jahr berücksichtigt wurde, sollten sich insbesondere Käufer:innen von Plugin-Hybriden vorab über die Höhe der laufend zu zahlenden Steuer informieren.
E-Autos:
Bei reinen E-Autos gibt es keine Änderung der seit April 2025 gütigen motorbezogenen Versicherungssteuer. Wie bei allen Antrieben gilt es auch hier, die laufende Belastung vorab zu berechnen, um keine böse Überraschung zu erleben.
Wer sich also ein neues Fahrzeug anschafft, sollte vorab klären, wie hoch die regelmäßig zu zahlende Steuer ausfallen wird. So bietet zum Beispiel der ÖAMTC online einen Rechner an.
Die NoVA, die einmalig zu zahlen ist, steigt mit Jahreswechsel für viele Neufahrzeuge, bei etlichen ändert sich nichts. Entscheidend ist das einzelne Gramm CO2, das in den Fahrzeugpapieren eingetragen ist. Für vereinzelte Hybrid-Modelle, das Gros an Plug-In-Hybriden und alle Elektroautos zahlt man aufgrund der geringen oder gänzlich fehlenden CO2-Emissionen auf der Straße weiterhin keine NoVA.
Auch für 2026 gilt eine Übergangsregelung: Wer für ein NoVA-pflichtiges Neufahrzeug einen unwiderruflichen schriftlichen Kaufvertrag bis 1. Dezember 2025 abgeschlossen hat, zahlt noch die niedrigere NoVA gemäß den Werten von 2025, sofern das Fahrzeug bis zum 1. April 2026 geliefert wird.
Neu ist das Aus für die Rückerstattung bei älteren Fahrzeugen: Ab Mitte nächsten Jahres kann man sich die anteilige NoVA beim Verkauf oder der Verbringung ins Ausland nicht mehr zurückholen, außer es handelt sich um ein Fahrzeug dessen Erstzulassung maximal vier Jahre her ist. Neu ist auch: Least man ein neues Auto bei einem Leasingunternehmen in einem anderen EU-Mitgliedsstaat (bzw. EWR) über maximal 4 Jahre und geht das Fahrzeug anschließend wieder gesichert ins Ausland, muss man vorab nur die anteilige NoVA für den Nutzungszeitraum zahlen.
Quelle: ÖAMTC, www.oeamtc.at
Oldtimer sind rollendes Kulturgut und als solches in unserer Vergangenheit verankert. Die emotionale Kraft schöner Erinnerungen und Erlebnisse tritt in die Gegenwart, wenn ein klassisches Automobil an uns vorüberfährt, egal ob im realen Leben, auf der Straße, auf der Kinoleinwand, am TV-Bildschirm oder auf einer Magazinseite.
In unserem Land hat die Oldtimer- und Youngtimerszene eine feste, solide Basis. Hunderte gut organisierte Clubs, zehntausende Oldtimerenthusiasten, ein breites Spektrum an Veranstaltungen - von der Clubausfahrt über Messen bis hin zu Topveranstaltungen mit internationaler Strahlkraft wie der „Ennstal Classic“ – tragen dazu bei, dass Millionen Österreicher sich freuen, wenn Sie einen Oldtimer auf der Straße sehen.
Die Studie 2022 zeigt alle Details zur österreichischen Oldtimerszene (Download unter www.khmoe.at) und ist im Sinne aller ein unverzichtbarer Wissens- und Datenpool auch in Richtung Interessenvertretung. Nach 2017 und 2022 wird die Studie "Oldtimer in Österreich" 2026 wiederholt und alle Besitzer und Besitzerinnen eingeladen daran online teilzunehmen. Der Studienstart ist für das Frühjahr 2026 geplant - Keep u posted.
eFuel alliance Österreich - Einladung ekkon 2025
Wir sind gespannt, wie Ihnen unsere Mischung aus Theorie und Praxis, Politik und Wissenschaft, Ökonomie, Technik und Recht gefallen wird. Der Blick über den Gartenzaun auf die Geopolitik
Bei der Autofirma Pappas in Salzburg gibt es eine neue Lehrlingsausbildung, bei der sich junge Leute auf die Reparatur von Oldtimern spezialisieren. Die Classic Expo im Messezentrum und das Gaisbergrennen zeigen regelmäßig, dass die Begeisterung für historische Fahrzeuge immer größer werde, sagen Fachleute.
Quelle: orf Online: salzburg.orf.at/stories/331972...
Die Besitzer von Oldtimern und Sammler von alten Fahrzeugen werden auch für den Kfz-Handel als Kunden immer interessanter. Stethoskop und Schraubenschlüssel statt Laptop und Diagnosesoftware, Fehlersuche mit allen Sinnen – wie früher, als die Welt noch analog und weniger nervtötend war.
Klassische Fähigkeiten sehr gefragt
Darauf komme es bei der Reparatur der mindestens 30 Jahre alten Fahrzeuge an, sagt Elmar Adelsberger, Classic-Experte bei der Firma Pappas: „Es hat sich in ganz Europa herumgesprochen, dass wir in Salzburg diese Dinge machen können. Dadurch haben wir von der Unternehmerfamilie die Möglichkeit bekommen, das nun durchzuführen.“
Die Eintrittskarte zur firmeneigenen Oldtimer-Welt ist der Abschluss einer Lehre als Kfz-Techniker oder Karosseriebauer, schildert Kfz-Meister Christof Wöss: „Viele sehen in diesen Autos nur altes Blech, diese Menschen haben nicht den Bezug. Aber viele haben ihn.“
Analoge Arbeit begeistert den Nachwuchs
Vier Mechaniker haben die Oldtimer-Ausbildung bei Pappas bereits absolviert. Sie begeistern jetzt den Nachwuchs für die Spezialwerkstatt, wie Lehrling Claudio Di Ronza erzählt: „Ich habe meine Leidenschaft für Oldtimer sehr früh entdeckt. Ich bin hier im Betrieb sehr gut aufgehoben. Man tauscht nicht nur Teile, sondern repariert sie auch professionell.“
Um die alten Schätze optimal zu reparieren, sei mehr als nur mechanisches Wissen gefragt. Auch die Kunden würden Einfühlungsvermögen erwarten, betont Ausbildungsleiter Wöss: „Es sind nicht nur Fahrzeuge, die benutzt werden. Es sind auch Liebhaberstücke, die ungern aus der Hand gegeben werden. Diese Menschen wollen den Menschen kennen, der mit ihrem Fahrzeug arbeitet. Es gibt eine starke Kundenbindung.“
Pappas wittert riesige Marktlücke in Europa
Vom Sportwagen bis zur Staatslimousine ist Wissen und Können mittlerweile derart gefragt, dass Pappas einen zweistelligen Millionenbetrag in ein ehemaliges Werftgelände investiere, so Geschäftsführer Günter Graf: „Wir werden im nächsten Jahr einen sehr großen Gewerbepark in Mattsee bauen, die Hälfte davon ist für diesen Bereich vorgesehen.“
Bald hundert Lehrlinge im Oldtimer-Bereich
Schon im kommenden September vergrößern weitere 19 Jugendliche diesen Bereich des Unternehmens auf 90 Lehrlinge. Weitere Interessierte seien jederzeit willkommen, so die Firmenleitung.
red, salzburg.ORF.at
Das Kuratorium Historische Mobilität Österreich führt seit 1.1.2018 die Approbierte Liste „Historische Fahrzeuge“ des Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie.
Der neue Herausgeber – das Kuratorium Historische Mobilität Österreich (www.khmoe.at) ist seit Jahresbeginn 2018 für die Betreuung und Erstellung der Liste für erhaltungswürdige Fahrzeuge in Österreich ("rote Liste") in Abstimmung mit dem Bundesministerium und dem historischen Beirat zuständig.Seit 2019 ist die approbierte Liste digital abrufbar.
Oft wird die Frage gestellt: "Was ist mein Fahrzeug wert?" In Kooperation mit Classic Data haben wir hier rund 6 000 Fahrzeugmodelle in einer Datenbank zusammengestellt um eine ungefähre Wertorientierung ("Mittelwert guter Zustand" und "Mittelwert mäßiger Zustand"), basierend auf der umfassenden Marktbeobachtung von Classic Data, zu bieten. Es sei deutlich darauf hingewiesen, dass es sich hier um Mittelwerte "zur Erstinformation" handelt, die keinesfalls als Ersatz für Wertgutachten von Sachverständigen dienen können.